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Regelleistung ab 01.01.2014

Als Regelbedarfe nach § 20 Absatz 2 bis 4 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II) sowie nach § 23 Nummer 1 SGB II werden für die Zeit ab 01.01.2014 anerkannt:

1. für eine Person, die alleinstehend oder alleinerziehend ist oder deren Partnerin oder Partner minderjährig ist monatlich 391 Euro,

2. für zwei Partner der Bedarfsgemeinschaft, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, für jede dieser Personen ein Betrag in Höhe von monatlich 353 Euro,

3. für sonstige erwerbsfähige Angehörige der Bedarfsgemeinschaft im Alter von 18 bis 24 Jahren, sowie für Personen zwischen 18 und 24 Jahren, die ohne Zusicherung des zuständigen kommunalen Trägers nach § 22 Absatz 5 SGB II ausgezogen sind, monatlich 313 Euro,

4. Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren monatlich 296 Euro,

5. für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren monatlich 261 Euro,

6. Kinder unter 6 Jahren monatlich 229 Euro.

Unter den folgenden Voraussetzungen sind Mehrbedarfe des Leistungsberechtigten nach § 21 SGB II anzuerkennen:

1. Bei werdenden Müttern wird nach der zwölften Schwangerschaftswoche ein Mehrbedarf von 17 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt.

2. Bei Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf anzuerkennen

  • in Höhe von 36 Prozent des nach § 20 Abs. 2 SGB II maßgebenden Bedarfs, wenn sie mit einem Kind unter sieben Jahren oder mit zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren zusammenleben, oder
  • in Höhe von 12 Prozent des nach § 20 Abs. 2 SGB II maßgebenden Bedarfs für jedes Kind, wenn sich dadurch ein höherer Prozentsatz als nach der Nummer 1 ergibt, höchstens jedoch in Höhe von 60 Prozent des nach § 20 Abs. 2 SGB II maßgebenden Regelbedarfs.

3. Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 SGB IX sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 bis 3 SGB XII erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 SGB II maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.

4. Bei Leistungsberechtigten, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, wird ein Mehrbedarf in angemessener Höhe anerkannt.

5. Bei Leistungsberechtigten wird ein Mehrbedarf anerkannt, soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht. Der Mehrbedarf ist unabweisbar, wenn er insbesondere nicht durch die Zuwendungen Dritter sowie unter Berücksichtigung von Einsparmöglichkeiten der Leistungsberechtigten gedeckt ist und seiner Höhe nach erheblich von einem durchschnittlichen Bedarf abweicht.

6. Bei Leistungsberechtigten wird ein Mehrbedarf anerkannt, soweit Warmwasser durch in der Unterkunft installierte Vorrichtungen erzeugt wird (dezentrale Warmwassererzeugung) und deshalb keine Bedarfe für zentral bereitgestelltes Warmwasser nach § 22 SGB II anerkannt werden. Der Mehrbedarf beträgt für jede im Haushalt lebende leistungsberechtigte Person jeweils

  • 2,3 Prozent des für sie geltenden Regelbedarfs nach § 20 Abs. 2 Satz 1 oder Satz 2 Nr 2, Abs. 3 oder 4 SGB II,
  • 1,4 Prozent des für sie geltenden Regelbedarfs nach § 20 Abs. 2 Satz 2 Nr 1 oder § 23 Nr 1 SGB II bei Leistungsberechtigten im 15. Lebensjahr,
  • 1,2 Prozent des Regelbedarfs nach § 23 Nr 1 SGB II bei Leistungsberechtigten vom Beginn des siebten bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres oder
  • 0,8 Prozent des Regelbedarfs nach § 23 Nr 1 SGB II bei Leistungsberechtigten bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahres,

soweit nicht im Einzelfall ein abweichender Bedarf besteht oder ein Teil des angemessenen Warmwasserbedarfs nach § 22 Abs 1 SGB II anerkannt wird.

Zusätzlich kann bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 24 SGB II ein zusätzlicher Bedarf anerkannt werden. Bedarfe für Bildung und Teilhabe können für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene nach Maßgabe des § 28 SGB II erbracht werden.

Die Entwicklung der Regelsätze für Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II und SGB XII in der Zeit zwischen 2005 und 2014 können Sie hier nachvollziehen (Quelle: Bundesregierung).